Above the fold

Über der Falte? Ganz genau! Einige werden sich das schon gedacht haben, „above the fold“ heißt ja im Grunde: über der Falte.

Das liegt daran, dass dieser Ausdruck noch aus der Zeit stammt, als es für die Beschaffung von Informationen nur Zeitungen und noch keine Webseiten gab. Früher war „above the fold“ eigentlich nur im Druckereiwesen wichtig, da Zeitungen in der Mitte gefaltet werden und diese so in den Verkaufsständen zu sehen waren. Daher war es wichtig, auf dem oberen Teil der Zeitung, also „above the fold“, das Interesse zu wecken und besonders ansprechende Bilder und Überschriften zu platzieren.

Der Begriff hat sich auf verschiedene Bereiche ausgeweitet und wird nun auch bei Webseiten verwendet. Der obere Bereich einer Website wird nun „above the fold“ genannt, dazu zählt nur der Teil, der ohne zu Scrollen für den Nutzer sichtbar ist. Scrollt dieser runter, sieht er den Bereich, der als „below the fold“ bezeichnet wird.

 

Gestaltung des „above the fold“ Bereichs

Was sollte man beim Design beachten?

Leider ist es nicht so einfach zu definieren, wie bei der gedruckten Version, bis wohin die digitale Variante von „above the fold“ reicht – Nicht alle Screens sind ident. Außerdem wird jede Webseite durch die steigende Verbreitung von Tablets und Smartphones in unterschiedlichen Ausführungen angezeigt. Smartphones sollte man besonders berücksichtigen, denn die meisten User nutzen heutzutage keine oder nur selten Desktops und auch für die Platzierung in Google spielt die mobile Ansicht eine große Rolle.

Leider gibt es keine allgemeingültige Lösung, um eine Website perfekt zu designen. Man kann aber nichts falsch machen, wenn man sicher stellt, dass der wichtigste Content eher am Anfang der Seite zu finden ist und auf die Bedürfnisse der meisten Benutzer angepasst ist. Natürlich können auch verschiedene Tools verwendet werden, um herauszufinden, welchen Inhalt der Webseite man immer sieht, und das unabhängig vom Gerät des Nutzers.

 

Warum ist „above the fold“ wichtig?

Durch die häufige Nutzung von Smartphones und Tablets steigert und verändert sich die Art und Weise, wie Benutzer im Internet tätig sind. Durch die kleineren Screens ist auch ein häufiges Scrollen auf Webseiten notwendig. Dieses veränderte Verhalten von Usern durch die beliebten mobilen Technologien formt das Design, das Grundkonzept von Webseiten und auch die Platzierung von Inhalt.

User haben nur wenig Geduld. Deshalb ist es eine umso größere Herausforderung, das Interesse der Nutzer zu wecken.

Eine optimierte Webseite sollte „above the fold“ also nicht mit unnötig vielen Informationen gefüllt sein. Dieser Bereich sollte sich lieber auf die Vorteile der Seite konzentrieren und dem User erklären, welche spannenden Inhalte es auf dem Rest der Website zu entdecken gibt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Benutzer zum Scrollen zu animieren:

Versetzte Spalten

Content in versetzten Spalten zeigt dem Nutzer, dass es noch mehr Informationen gibt. Die Inhalte oder auch die Bilder werden dabei vom „Fold“ bewusst unterbrochen. So wird das Weiterscrollen des Benutzers angeregt.

Wege durch die Webseite

Man kann seine Besucher auch zum Scrollen bringen, indem man vorgezeichnete Wege, die durch die Falzlinie unterbrochen sind, in die Seite integriert.

Hinweise geben

Man kann die Benutzer auch einfach direkt darauf hinweisen, dass im unteren Bereich der Webseite noch mehr Informationen auf sie warten. Zusätzlich kann die Platzierung eines Pfeils oder eines anderen Symbols helfen, das Interesse zu verstärken.

 

Wie sich „above the fold“ auf SEO auswirkt

Man sollte aus Google-Sicht den tatsächlichen Inhalt der Website nicht unter der Falzlinie („below the fold“) unterbringen. Denn dadurch würde das Erlebnis der Webseitenbesucher leiden.

Ein Design, das in genügendem Ausmaß „above the fold“-Inhalte berücksichtigt, ist nicht nur benutzerfreundlicher, sondern wird auch häufig von Google bevorzugt.

Der oberste Teil einer Seite („above the fold“) erhält die erste und stärkste Aufmerksamkeit der User. Daher ist dieser Bereich ein beliebter Ort zur Platzierung von Werbebannern. Allerdings sorgt zu viel Werbung für schlechteres Ranking und verminderten Traffic. Außerdem kann durch Werbung wichtiger Content nicht nur „below the fold“ verschoben werden, sondern möglicherweise auch die Geduld des Besuchers erschöpfen und das Interesse schmälern.

Bei der Platzierung von Werbebannern „above the fold“ gilt also: Weniger ist mehr.

 

Fazit

Das „above the fold“-Design ist im heutigen Webdesign besonders wichtig. Besonders im Marketing und bei SEO ist ein entsprechendes Design der Seite unverzichtbar. Früher hat man versucht, dort alle wichtigen Elemente der Seite unterzubringen. Heutzutage geht es eher darum, in diesem Bereich das Interesse und die Aufmerksamkeit der Besucher zu erlangen.

Die Gewohnheiten der Nutzer unterscheiden sich stark von denen aus der Anfangszeit des Internets. Durch die unterschiedlichen Größen und Arten von Bildschirmen ist das Scrollen viel alltäglicher geworden. Wichtig ist also die visuelle Darstellung, die dem Nutzer klar zu verstehen gibt, dass es im unteren Bereich der Webseite noch mehr Content zu entdecken gibt. 

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