Dein All-in-One Guide – Alles rund um Branding

Mach mit Branding deine Marke stark

Branding dient dem Aufbau einer Marke. Das Ziel dahinter ist immer, den Kunden bzw. Konsumenten zu zeigen, wofür die Unternehmensmarke steht und gleichzeitig ein ganz bestimmtes Gefühl bei den Menschen auszulösen. Damit soll eine Bindung zum Produkt und dem Unternehmen erzielt werden.

Im Deutschen spricht man auch von Markenbildung/Markenführung.

Wo finden wir Branding im Alltag?

Wir werden täglich mit Branding konfrontiert. Sei es als:

  • Marke
  • Designs von Unternehmen
  • Produkte, die wir verwenden
  • oder Dienstleistungen, die wir in Anspruch nehmen. 

Branding, wohin das Auge reicht: die wichtigsten Begriffe

Im Branding geht es darum, dass du deine Marke bestmöglich präsentierst und platzierst. Um besser zu verstehen, welche Aufgaben und Ziele im Branding zu definieren sind, sind folgende Begriffe für den Anfang wichtig:

1. Brand Image 

Übersetzt aus dem Englischen und heißt nichts anderes als dein Markenbild. Hier fragt man sich, welche Identität und Assoziationen haben Konsumenten mit deiner Marke? 

2. Brand Identity

Die Identität deiner Marke sollte sorgfältig definiert und ausgewählt werden. Die Brand Identity spiegelt die Werte deines Unternehmens wider und sollte sich unbedingt von der Konkurrenz abheben.

3. Brand Awareness

Hier ist der Bekanntheitsgrad deiner Marke gemeint und zeigt, wie vertraut Kunden und Konsumenten mit deiner Marke sind. Sie dient auch sehr gut als Richtwert für deinen Markterfolg. 

4. Brand Strategy

Alles, was zu deiner Markenstrategie gehört, wie zum Beispiel deine Positionierung oder deine Kommunikationsrichtlinien, fällt unter die Brand Strategy. 

5. Brand Equity

Gemeint wird hier, welchen wirtschaftlichen Wert eine Marke hat. Hier fallen die positiven Kundenerfahrungen, die Brand Awareness und das Brand Image hinein. In der Regel gilt, je höher die Equity, desto größer die Vorteile im Wettbewerb und die Kundenloyalität.

Branding vs. Marketing

Jetzt fragst du dich sicherlich, ob Branding nicht dasselbe wie Marketing ist. Tatsächlich haben beide einiges gemeinsam, erfüllen jedoch unterschiedliche Funktionen.

Einfach gesagt: Branding positioniert deine Marke, Marketing hingegen soll einen Markt dafür finden und somit Verkäufe generieren. Hier einige weitere Details:

  • Marketing: Durch Marketing werden konkrete Maßnahmen gesetzt, um die Marke bei der gewünschten Zielgruppe bekannt zu machen. Hier ist das Ziel also, dass Kunden und Konsumenten Anreize dafür bekommen, deine Produkte oder Services zu kaufen und du dadurch Umsatz generierst. Marketing umfasst zum Beispiel Online-Werbung, Pressearbeit oder interne Sales Maßnahmen. 
  • Branding: Durch diese Maßnahmen werden gezielt loyale Kunden akquiriert. Das gesamte Bild des Unternehmens – also die Corporate Identity – wird auf Langzeit beeinflusst und Konsumenten wissen, worauf sie sich einlassen. Branding und Markenführung sind daher die Grundlage eines guten Marketings und spielen bei der Marketingmaßnahme eine große Rolle. 
Eine Person wählt zwischen Fotos auf einem Tablet und Farbproben auf Papier auf dem Boden aus

Welche Arten des Brandings gibt es?

Je nach Branche, definierter Ziele und gewünschter Zielgruppe variiert die Art des Brandings, die für dein Unternehmen empfehlenswert ist. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Branding und jede Art hat ihre eigenen Merkmale

Folgende Unterscheidungen gibt es beim Branding:

BegriffDefinition / Erklärung
Product BrandingSchaffung eines einzigartigen Bildes für deine Produkte oder deine Artikel 
Ziel: Produkte von der Konkurrenz abheben
Corporate BrandingBranding des gesamten Unternehmens
Beispiel: Entwicklung der Corporate Identity
Employer BrandingPositionierung des Unternehmens als attraktiven Arbeitgeber, welcher  Mitarbeitende anzieht bzw. bestehende Mitarbeiter bindet. 
Zielgruppe: (potenzielle) Mitarbeiter
Personal BrandingPersönliche Vermarktung (Selbstvermarktung) einer Einzelperson bzw. eines Unternehmers
Geographisches BrandingSpeziell im Tourismus angewandt
Städte oder Regionen werden zur Marke 
Co-BrandingZusammenarbeit von mindestens zwei Marken 
Ziel: ein starkes Image erzielenWird meist mit Personal Branding verbunden
Digital Branding /Online BrandingBranding, welches online und in der Öffentlichkeitsarbeit in den digitalen Medien erscheint
Beispiel: E-Mail-Marketing oder Affiliate Marketing bzw. Social Media Marketing
Service BrandingAufbau eines einzigartigen Images für den eigenen Dienst 
Ziel: Der Dienst soll sich von der Konkurrenz auf dem Markt abheben
Influencer BrandingMarken nutzen den Einfluss und die Bekanntheit von Persönlichkeiten oder Influencern, um ihre Produkte zu bewerben und die Markenidentität von Mitbewerbern abzuheben. Mittlerweile sehr stark in Social Media angewandt. 

Was ist ein Branding-Effekt?

Die Antwort ist schnell gegeben: Unter Branding-Effekt versteht man den Wiedererkennungswert einer Marke – und das sowohl bei Bestands- als auch bei Neukunden.

Ziele: Die Hintergedanken von Branding

Bei der Anwendung von Branding (Markenführung/-bildung) fragt man sich jetzt natürlich, wieso der ganze Aufwand notwendig ist und was es dem Unternehmen bringt. Was ist genau das Ziel des Brandings und kann ich die gleichen Ziele rein mit Marketing erreichen? 

Ziel 1: Gefühle erwecken

Durch eine branding–gestärkte Marke können, wie bereits erwähnt, bestimmte Gefühle und Emotionen geweckt werden.

Der Kunde, der bereits in der Vergangenheit eine gute Erfahrung mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung gemacht hat, deren Qualität er daher schon kennt, wird eher treu bleiben und immer wieder zurückkehren

Das liegt daran, dass du durch Branding dein Image bestmöglich an die gewünschte Zielgruppe angepasst hast und somit eines der Ziele erreicht wurde, die durch Branding erwünscht sind.

Ziel 2: Identifikation schaffen

Da Branding sich natürlich auf deine Artikel, dein Design und generelles Markenbild auswirkt, hat dein Kunde ein klares Bild vor Augen, welche Qualität du lieferst, und wird sich aus diesem Grund auch mit deiner Marke identifizieren können. 

Erfolgreiches Branding erscheint immer sofort im Gedächtnis des Kunden.

Ziel 3: Herausstechen

Mit gezielter Markenführung wollen Unternehmen aus der Masse an Konkurrenten herausstechen und sich von anderen Marken abheben. Das Branding hilft ihnen, zu zeigen, in welchen Punkten ihr Produkt oder das gesamte Unternehmen anders ist als andere.

Ziel 4: Wiedererkennung

Ziel des Brandings ist immer auch die Wiedererkennung einer Marke bzw. einer Firma. Wirklich gute Markenführung und -bildung schafft es, dass Konsumenten eine Marke nur durch Formen und Farben erkennen – ganz ohne den Firmennamen sehen zu müssen.

Beispiele für erfolgreiches Branding

Ein guter Markenaufbau ist für den Erfolg essentiell, da der Kunde bereits eine gewisse Erwartung hinsichtlich deiner Marke hat. Erfolg kann man in unterschiedlichen Bereichen der Marke wahrnehmen und beginnt meistens bereits bei der Gestaltung des Logos. 

Unternehmen setzen die ersten Maßnahmen daher auch bereits beim Logo und achten darauf, dass das Design so angepasst ist, dass der Kunde eine sofortige Verbindung zum Unternehmen hat – und das bereits dann, wenn er nur besagtes Logo sieht. 

1. Apple – Exklusivität

Apple Logo auf einem Desktop Bildschirm

Zum Beispiel Apple mit dem abgebissenen Apfel in seinem schlichten Design: Dieses Logo vermittelt hohe und exklusive Qualität. 

2. Lego – Spaß & Freiheit

Batman und Superman als Lego Figuren

Anders zum Beispiel bei Lego mit dem gelben und roten Hintergrund. Hier versucht das Unternehmen, eine Verbindung mit Spaß und Freiheit aufzubauen und möchte das Kindsein, Kreativität und Spaß bei Erwachsenen wecken.

3. Weitere Beispiele

Weitere Beispiele von gelungenem Branding:

  • Cola: Die unverwechselbare Coca-Cola Flasche, die man ohne Aufdruck oder Firmennamen allein durch die Optik sofort erkennt.
  • IKEA: IKEA hat das Corporate Branding so perfekt aufgebaut, dass es automatisch bei jedem für günstige Preise und deren Selbstaufbau-Möbel steht und ein familiäres Gefühl erweckt.
  • Victorinox: Victorinox – der Hersteller der weltberühmten Schweizer Taschenmesser. Wenn man an Taschenmesser denkt, fällt einem immer sofort die Marke von Victorinox ein. Die Messer sind unverwechselbar in ihrem roten Design und den unendlichen Möglichkeiten, die die Messer zu bieten haben.
  • Lindt: Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt hat mit dem goldenen Hasen und seinem Schoko-Meister dafür gesorgt, dass die Schokolade ein Gefühl von Exklusivität und hoher Qualität beim Konsumenten erweckt. Als Kunde greift man schnell zu Lindt Produkten, um diese als feines Geschenk bei Feiern zu vergeben.

Diese Marken haben es dank einer guten Markenstrategie wirklich geschafft, ihre jeweilige Zielgruppe zu erreichen und sich eine unverwechselbare Markenidentität aufzubauen.

Ikea Werbung zwischen bunten Werbeanzeigen in Tokyo

Was wir als Marketing Agentur dazu sagen

Der eigene Wiedererkennungswert ist für jedes Unternehmen das Wichtigste, wenn man eine klare Markenidentität aufbauen will. Und das fängt schon beim Logo an.

Um sich von der Konkurrenz abzuheben, muss man ein einzigartiges Image aufbauen, welches sich wie ein roter Faden durch die Markenstrategie zieht. Durch die richtigen Maßnahmen bewirkt man, dass bei jedem Kontakt zwischen Kunde und Marke gewisse Emotionen und Botschaften ausgelöst werden. 

Wir haben gesehen: Wichtig ist, dass die Entwicklung der Marke einheitlich ist und sich von der Konkurrenz differenziert. Nur so kann eine starke Position im Markt aufgebaut werden und zum langfristigen Erfolg beitragen.

Eine durchdachte Markenstrategie, Markenführung sowie Markenidentität und das passende Branding helfen dir zusätzlich aber zum Beispiel auch, neue Mitarbeiter zu finden und bestehende Mitarbeiter zu halten. Somit gewinnst du gleich auf mehreren Ebenen.

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